„Versöhnung leben – Neues wagen“ …

Die Bibelworte, die als Monatssprüche über den kommenden drei Monaten stehen, fordern uns heraus, das Zentrum unseres Glaubens (immer) wieder neu in den Blick zu nehmen. Auch wenn wir „Neues wagen“ wollen, ist das nötig, damit wir uns nicht verrennen und in unserer Multioptionsgesellschaft verlieren.


Monatsspruch März:

Wendet euer Herz wieder dem Herrn zu, und dient ihm allein.

(1. Samuel 7,3)

Ob wir Menschen in Leitungsverantwortung in der Gemeinde berufen, miteinander über die Zukunft nachdenken oder einfach nur den Gemeindealltag gestalten: Wir sollen als Christen nicht nur unseren Wünschen nachlaufen, unsere eigenen Bedürfnisse bedienen oder irgendwelchen Idealvorstellungen hinterherhecheln. Es geht immer wieder darum, dem Herrn zu dienen.

Wir werden in den kommenden Wochen die Ergebnisse des Aktionstages zur Zukunftswerkstatt weiterbearbeiten. Ob es uns gelingt zu entdecken, welche Aufgaben Jesus Christus als Herr der Gemeinde für uns hat?

Wir werden Frauen und Männer in die Verantwortung als Diakone berufen und damit die Verantwortlichkeiten in der Gemeinde auf mehrere Schultern verteilen. Bei jeder Form von Leitung in der Gemeinde, ob als Verantwortlicher in Gruppen und Arbeitszweigen, als Diakon/Diakonin im Gemeinderat oder als Älteste in der Gemeindeleitung geht es immer darum, dem Herrn zu dienen.


Monatsspruch April:

Jesus Christus spricht: Siehe ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

(Matthäus 28,20)

Im April wird uns mit den Feiertagen der Karwoche und den Osterfesttagen das entscheidende Ereignis, auf dem unser Glaube basiert, nahegebracht: Jesus Christus, der von Gott Gesandte, stirbt an unserer Stelle. Er trägt unsere Schuld und unser Versagen ans Kreuz und in den Tod. Und er steht auf zu neuem Leben, weil seine Macht auch den Tod überwindet. Deshalb gibt die Zusage seiner Gegenwart auch heute noch Halt und Hoffnung in unser Leben hinein. Denn er ist nicht im Tod geblieben. Wir dürfen mit IHM, dem Auferstandenen und Lebendigen rechnen. ER will in unseren Herzen leben, unser Denken und Handeln prägen und durch seinen Geist in uns und in diese Welt wirken.

So können wir als „Osterleute“ unterwegs sein. Ein Osterkalender, der uns in den Wochen von Ostern bis Pfingsten begleiten wird, kann uns dazu Impuls geben.


Monatsspruch Mai:

Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.

(1. Samuel 7,22)

Ich würde mir wünschen, dass wir dieses Bekenntnis dankbar immer wieder sagen könnten:

  • bei einem Taufgottesdienst, den wir für den 17.03. geplant haben,
  • bei den Ergebnissen unserer Zukunftswerkstatt,
  • bei Rückblick und Vorausschau im Rahmen der Jahresmitgliederversammlung am 10.03.
  • Aber auch, wenn Menschen durch Krankheit und Trauer hindurchmüssen.

Das Bekenntnis zu dem einen Gott war und ist Kernstück des Glaubens des Volkes Israel. Der Satz „Höre, Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR ist einer.“ (5. Mose 6,4) gehört bis heute zum täglichen Gebet der Juden. In dieses Bekenntnis „eingepfropft“ (Römer 11,17ff) ist der Glaube derer, die mit Jesus als ihrem Herrn unterwegs sind. Das Bekenntnis zu dem einen Gott treibt uns weg von der Vergottung menschlicher Ideale oder Leistungen. Es erinnert uns daran, dass wir letztlich nicht aus uns selbst heraus leben.

Und es erinnert uns an die Einzigartigkeit des Gottes, der uns im Wort der Bibel begegnet: Ein Gott, der uns Menschen vergibt, weil er uns gnädig ansieht. Ein Gott, der nicht unsere Leistung verlangt, damit wir ihm angenehm sind. Er nimmt uns an, wie wir sind. Und wenn wir zu ihm kommen, dann wird er uns aber nicht lassen, wie wir sind. Seine Liebe und Güte, seine Freundlichkeit und sein Friede werden sich in uns ausbreiten und uns verändern.

Ich bin gespannt, was wir mit Gott in den kommenden Monaten erleben werden. Mein Eindruck ist: Es stehen spannende Zeiten vor uns.

 

Harald Kufner

 

Quellangabe der verwendeten Texte

Bibeltexte: Die Bibel nach Martin Luthers, Übersetzung, revidiert 2017, © 2016 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart.

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