Gemeindebrief ICONIm internen Bereich dieser Homepage steht für alle Gemeindemitglieder und -freunde der neue Gemeindebrief (Ausgabe Juni 2020 bis August 2020) zum Download bereit. In der kommende Woche wird der Gemeindebrief auch als Print-Ausgabe in der Gemeinde ausliegen.
Viel Spaß bei durchblättern…

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Na ja, noch nicht so ganz.

Aber mit Einschränkungen: Maskenpflicht, Abstand halten, begrenzte Besucherzahlen, Geisterspiele.

Schön ist das alles noch nicht. Und schon sind die ersten Menschenmengen auf den Straßen und demonstrieren und wollen mehr.

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Die letzten Wochen haben deutlich gezeigt, wie wichtig der persönliche Austausch gerade auch im Gemeindeleben ist. Nichts kann die Gemeinschaft im Gottesdienst und dem reichhaltigen Gemeindeangebot ersetzen. Die letzten Wochen haben aber auch gezeigt, dass wir durchaus aus der aktuellen Krise Lehren für unser Zusammensein in der Gemeinde ziehen können.

Viele Menschen haben viel Kraft und Halt in den Gottesdiensten, Andachten und Predigten unserer Pastoren gefunden, die wir über YouTube, per Podcast oder auf unsere Homepage bereitgestellt haben. Auch die regelmäßigen E-Mails waren eine wichtige Informationsquelle. Die WhatsApp-Gruppe der Gemeinde diente für die schnellen Austausch von Gedanken, Bildern und Informationen.

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Wie schon letzte Woche angedeutet, werden wir am kommenden Sonntag nach der Pause den ersten Gottesdienst im Gemeindehaus anbieten. Allerdings werden die Rahmenbedingungen entsprechend den Vorgaben von Land und BEFG sehr eng gesteckt sein. … zum Artikel …

Seit dieser Woche sind sie in vielen öffentlichen Bereichen Pflicht: Schutzmasken. Die gleichnamige Projektgruppe in unserer Gemeinde näht seit einiger Zeit bereits fleißig Mundschutz für Mundschutz und verteilt diese an Menschen mit Bedarf. Wer noch einen Mundschutz benötigt, der kann sich gerne an unser Team wenden. Gleichzeitig sind wir aber auch auf der Suche nach weiteren Näherinnen und Nähern, die sich an diesem Projekt beteilligen möchten.

Interesse? Schreiben Sie uns dazu gerne eine E-Mail an redaktion@efg-badhomburg.de.

Wir tragen viele Masken …

heißt es in einem Lied, das wir vor vielen Jahren häufig gesungen haben. Zur Zeit bewahrheitet sich das ja mehr und mehr, auch wenn das in dem Lied anders gemeint war. Denn dort heißt es weiter: … und zeigen kein Gesicht.

Masken tragen – warum eigentlich? Es gibt eine Vielzahl von Gründen, Masken zu tragen:

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Trotz der aktuellen Einschränkungen eröffnet uns diese Zeit viel Raum für kreative Ideen. Eine Idee aus den vielen Vorschlägen aus unserer Gemeinde möchten wir gerne gemeinsam umsetzen und dazu einladen: Es handelt sich um ein Liedprojekt.

Wir wollen gemeinsam ein neues Lied zu lernen, das wir in unserem „Eröffnungsgottesdienst“ nach dem Kontaktverbot gemeinsam singen. „Höher“ heißt es – und es handelt von der allumfassenden Größe Gottes.

Lasst uns die Zeit der Isolation nutzten, um dieses Lied zusammen – aber dennoch getrennt – in den Häusern zu lernen, so dass wir es an unserem ersten gemeinsamen Gottesdienst kräftig und mehrstimmig zur Ehre Gottes singen können.

Wir stellen Euch das Lied mit einem Lernvideo vor. Da wir es mehrstimmig singen möchten, gibt es weiter unten auch Links zu den weiteren Versionen mit unterschiedliche Stimmen. Wir freuen uns schon!



Lernvideo „Höher“ – erste Stimme
Lernvideo „Höher“ – zweite Stimme
Lernvideo „Höher“ – beide Stimmen

Liebe Gemeinde und Gäste,

“Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel hat seine Stunde.” (Prediger 3,1) Es gibt im Leben eines jeden Menschen eine Zeit, in der große Offenheit für Jesu Botschaft und Gottes Liebe besteht. Es ist eine Zeit, in der ein Mensch formbarer ist. Es ist eine Lebenszeit, in der ein Mensch das Verständnis für diese Welt formt, das Verständnis von Beziehungen, Liebe und das Verständnis von Gott. Die Zeit, um Jesus kennenzulernen und Vertrauen zu ihm aufzubauen, ist in der Kindheit. Eine Zeit, in der alles einen großen Eindruck hinterlässt. Es liegt in unserer Verantwortung, dafür zu sorgen, dass die uns anvertrauten Kinder und Jugendliche die richtigen Eindrücke in dieser Lebenszeit bekommen.

Was in dem Herz eines Kindes fest verankert ist, wird auch im weiteren Leben nicht so einfach vergessen oder ersetzt.

Es ist unsere Aufgabe, für diese Zeit im Leben der uns anvertrauten Kinder ein Angebot bereitzustellen, damit sie die größten Möglichkeiten haben, zu Gott zu finden. Jesus sagte: “Lasset die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solchen gehört das Reich Gottes.”

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Was hält uns zusammen?

Ich schreibe diesen Artikel, kurz nachdem die Information der Gemeindebriefredaktion ankam: „Gemeindebrief ist überfüllt! – Keine weiteren Artikel mehr!“ Ich schreibe trotzdem, denn das „Nachgedacht“ ist ja schon mit eingeplant.

Unser Gemeindebrief ist allerdings ein Abbild unseres vielfältigen und reichen Gemeindelebens. Viele Menschen engagieren sich! Viele Ideen werden eingebracht und umgesetzt. Da gibt es dann auch vieles zu berichten.

Zu dieser Vielfalt gehört nicht nur eine Vielzahl von Gruppen, Veranstaltungen und Aktionen, sondern auch eine große Spannbreite an Frömmigkeitsstilen, Lehrmeinungen, Geschmäckern und Traditionen. Doch was hält uns zusammen?

Eine gewisse Offenheit und ein relativ großer Weitblick gehörten von Anfang an zur Geschichte unserer Gemeinde. In einer Gesellschaft, die immer vielfältiger und individualistischer wird, bleibt es aber eine ständige Herausforderung, sich nicht in Profillosigkeit zu verheddern.

Oft gibt es in christlichen Gemeinden eindeutige Vorgaben in ethischen und anderen Lehrfragen. Mancher wünscht sich das auch. Aber der Gedanke des „allgemeinen Priestertums“ (1. Petrus 2,5) verträgt sich nicht wirklich mit einer streng hierarchisch gegliederten Kirche, in der „von oben herab“ gesagt wird, was falsch und was richtig ist. Das allgemeine Priestertum und die neutestamentliche Aussage, dass der Geist Gottes in jeder Jüngerin und jedem Jünger Jesu wohnt, entlässt uns nicht aus der Aufgabe, dass jeder in seiner Verantwortung vor Gott seine Meinung bilden und immer wieder auch prüfen sollte.

Manchmal scheint es so, dass Zielgruppen- oder „Richtungsgemeinden“ mit nur einem kulturellen Stil „erfolgreicher“ sind. Gemeindeneugründungen müssen wohl auch so sein. Aber eine Einstellung wie: „Wenn es Dir bei uns nicht gefällt, dann geh‘ halt woanders hin“ ist zwar menschlich verständlich. Sie verhindert vielleicht auch den einen oder anderen Konflikt. Neutestamentlich ist das nicht! Am Beispiel der Gemeinde in Korinth lässt sich das gut nachvollziehen. Diese Gemeinde war in mehrere Gruppen unterteilt. Das führte zu großen Spannungen und eine Spaltung lag in der Luft. Paulus gab aber nicht als Lösung aus: „Gründet doch mehrere Gemeinden, dann seid ihr diesen Stress los!“ Er fragte vielmehr: „Ist denn Christus zerteilt?“ (1. Korinther 1,13)

So wandelt sich die Frage „Was hält uns zusammen?“ in die Frage „Wer hält uns zusammen?“ – Und die Antwort kann für eine christliche Gemeinde nur heißen: Christus! Wenn das nicht gilt oder von anderem überlagert wird, dann hat eine Gemeinde aufgegeben, Gemeinde Jesu Christi sein zu wollen.

Ob allerdings unser Zusammenhalt als Gemeinde in Christus auch all die Unterschiedlichkeiten unter uns aushält? Da sind mit Sicherheit unterschiedliche politische Einstellungen, die unter uns leben: von AFD-nah (was für manchen als Christ wiederum gar nicht geht) bis zu den Grünen oder gar den Linken (was für manchen wiederum auch gar nicht geht). Da sind überzeugte Veganer oder Vegetarier und solche, die gerne ein Stück Fleisch (oder auch zwei) essen. Da sind überzeugte Klimaschützer und solche, denen das nun gerade nicht das brennendste Thema scheint.

Auch in ethischen Fragen gibt es mit Sicherheit eine große Spannbreite in unserer Mitte: Beim Thema Ehescheidung und Wiederheirat, beim Thema Sex vor der Ehe und wann überhaupt der richtige Zeitpunkt für eine Heirat ist, oder auch beim Thema Homosexualität werden die Meinungen weit auseinander gehen. Ebensolche Vielfalt wird es auch in der Frage geben, wie wir verantwortlich mit unserem materiellen Wohlstand umgehen. Dasselbe vielfältige Bild wird sich zeigen, wenn wir unser Verständnis der Bibel in den Blick nehmen.

Vielleicht können wir manchmal nur gut damit leben, weil wir diese Themen möglichst umgehen und gar nicht darüber sprechen. Eine wirkliche Lösung ist das nicht.

Ob wir es aushalten, dass Menschen, die Jesus als ihren gemeinsamen Herrn haben, in solchen Fragen dennoch zu unterschiedlichen Erkenntnissen kommen?

Auch in der Kirchengeschichte tauchte immer wieder diese Frage auf: Was gehört unbedingt zum Glauben an Jesus? Was gehört wesensmäßig so sehr dazu, dass dort, wo es aufgegeben wird, der Glaube in Gefahr steht. Dann wurde der sog. „Status Confessionis“ ausgerufen (z.B. in der Reformation oder in der Bekennenden Kirche im sog. Dritten Reich). Dieser Status meint „die Unterscheidung zwischen solchen Angelegenheiten, die eine klare Entscheidung erfordern, weil sie das Wesen des Evangeliums und das Sein der Kirche selbst betreffen, und anderen Angelegenheiten, in denen eine Pluralität von Meinungen möglich ist. Es gibt Fragen, in denen ein Standpunkt bezogen werden muss, d.h. in denen es nicht die Möglichkeit gibt, sich neutral zu verhalten, sich rauszuhalten.“ (Institut für Theologie und Politik, Münster, www.itpol.de/?p=244;).

In den meisten Fragen, die uns oft so wichtig erscheinen, werden wir zugeben müssen, dass sie nicht so entscheidend sind, wie wir oft meinen. Wir sollten ihnen nicht so viel Gewicht beimessen.

Paulus schreibt in 1. Korinther 2,2 (LÜ): 
„Denn ich hielt es für richtig, unter euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, ihn, den Gekreuzigten.“ In 1. Korinther 15,24 (LÜ): „Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsre Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.“ 

Das also ist Kern des Glaubens: Jesus Christus – (für uns) gestorben und auferstanden.

Und dann: „Herr ist Jesus“ – und damit sind alle anderen evtl. „Herren“ ihrer Herrschaft beraubt.

Und: Diese Welt und jeder Mensch ist von Gott geschaffen (1. Mose 1) und geliebt (Johannes 3,16) – auch das gehört zum unaufgebbaren Kern des Glaubens.

In dieser Wertschätzung mit jedem Menschen umzugehen und die Herrschaft Jesu über unser ganzes Leben mit allen Wegen und Entscheidungen zu leben – das bleibt Aufgabe genug!

Wenn wir in Kürze Karfreitag und Ostern feiern, dann feiern wir den Kern unseres Glaubens. Wie gut, wenn wir uns dessen wieder neu vergewissern, was uns wirklich miteinander verbindet: Jesus Christus, der Herr unserer Gemeinde.

Harald Kufner

Pastor

 

 

 

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