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Lilli Mittelmann
Als ich vor 27 Jahren in Kirgisien geboren wurde, war meiner Familie und mir noch nicht klar, welche Wege Gott mit uns gehen wird. Nach einer schweren Krankheit, die mich bis kurz vor den Tod gebracht hatte, feierte ich mit knapp vier Jahren meinen zweiten Geburtstag: meine erste Begegnung mit Gott. Jahre später begann ich zu verstehen, dass Gott mit mir etwas vorhaben muss: nämlich meinen Mitmenschen zu dienen und mein Leben als Geschenk zu sehen. Kurz nach dem Umzug nach Deutschland, mit ca. acht, war ich für zwei Jahre
die Ersatzmutter für meine jüngeren Schwestern, da meine Mutter an schwerem Asthma litt und fast jede Nacht ins Krankenhaus musste. Übrigens hat sich diese „Mama-Rolle“ bis heute gehalten was mir manch einer etwas übel nimmt. Mit ungefähr 16 stand ich kurz davor, mein Leben total zu verändern, nicht mit Gott, sondern alleine. Ich begann, die Gegenwart Gottes zu leugnen. Doch Gott begegnete mir auch in dieser Phase meines Lebens und ich fand zum wirklichen Glauben an ihn. Zwei Jahre später ließ ich mich taufen.
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Ich finde es immer spannend, wie Gott uns auf Neues vorbereitet, uns unruhig macht und wir etwas unternehmen wollen, es aber nicht recht begründen können. Ähnliches passierte mir im Sommer 2007. Mir wurde bewusst, ich musste meinen Arbeitsbereich wechseln, konnte aber nicht erklären warum. Das Ergebnis war Frankfurt. Interessant ist, dass ich hier einen Kollegen kennenlernte, der auf der Suche war. Er suchte eine Gemeinde, ein wirkliches Zuhause. Er suchte nach Austausch im Glauben. Es war eine Zeit voller Herausforderungen, und zwar nicht nur zu reden, sondern den Glauben auch zu leben.
Heute bin ich mit diesem Kollegen glücklich verheiratet.
Lilli Mittelmann ist Mitglied unserer Gemeinde
und Mitarbeiterin in der Kinder und Jugendarbeit
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